In Ford 2.0 TDCI Motoren kommen die DCM3.5 Motorsteuergeräte zum Einsatz. Diese dienen als zentrales Steuerungselement für den gesamten Antriebsstrang. Der Austausch dieser Module ist mitunter recht kompliziert und es kommt immer wieder zu Problemen bei der Anpassung. Das gilt selbst dann, wenn es sich um identische OEM-Nummern handelt. Daher sollten sich Nutzer vor dem Einbau mit den typischen Problemen auseinandersetzen, um diesen entgegenzuwirken.
Warum es beim DCM3.5 Steuergerät zu Problemen kommt
In der Regel wird das Steuergerät hinter der vorderen Stoßstange im Motorraum verbaut. Das Gerät befindet sich in einigen Fällen auch unter dem Scheinwerfer oder in unmittelbarer Nähe des linken Radkastens. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist grundsätzlich recht dicht. Trotzdem wirken sich Umwelteinflüsse wie Schmutz oder Feuchtigkeit negativ aus. Bei einem Aufprall durch einen Unfall können mechanische Schäden entstehen. Auch wenn es sich nur um eine leichte Kollision handelt, kann auf diese Weise das Steuergerät beschädigt werden. Zu den Ursachen für ein defektes Steuergerät zählen außerdem unprofessionelle Chip-Tuning-Versuche sowie eine falsche Booster-Verbindung.
Diese typischen Fehler gilt es beim Austausch zu vermeiden
Wenn Autofahrer das DCM3.5 Motorsteuergerät im Ford 2.0 TDCi austauschen möchten, sollten sie dabei einige wichtige Punkte berücksichtigen. Oftmals wird der Fehler gemacht, dass ein im Internet angebotenes Steuergerät mit der gleichen Nummer gekauft wird. Die Annahme ist in der Regel, dass es sich um ein identisches Steuergerät handelt. Das verursacht jedoch häufig Probleme, zu denen neben PATS-Fehlermeldungen auch fehlerhafte Motor-Mappings sowie inkonsistente Konfigurationsdaten zählen. Zudem startet der Motor oft gar nicht erst. Damit es nicht zu solchen Problemen kommt, sollten Autofahrer ein Steuergerät kaufen, das individuell auf die jeweilige Fahrgestellnummer (VIN) abgestimmt ist. Das liegt daran, dass Steuergeräte zwar identische OEM-Nummern aufweisen können, sie deshalb aber nicht zwangsläufig auch kompatibel sein müssen. Sie können aus verschiedenen Ausstattungen oder Karosserievarianten stammen. Ein Steuergerät für Fahrzeuge mit Schaltgetriebe unterscheidet sich unter anderem bezüglich der Software von Fahrzeugen mit Automatikgetriebe.
Was es bei der Programmierung des DCM3.5 zu beachten gilt
Wenn ein neues oder generalüberholtes DCM3.5 Steuergerät dem Fahrzeug zugeordnet werden soll, wird ein entsprechendes Diagnosegerät benötigt. Dieses muss mit dem Ford-System kompatibel sein. Zu den Systemen zählen unter anderem FORScan, UCDS und IDS. Allein das Anschließen der Einheit genügt nicht. Autofahrer müssen den sogenannten PATS-Anpassungsprozess ausführen. Zudem muss die Konfigurationscodierung festgelegt werden. Unter Umständen muss auch eine Eingabe der Injektordaten erfolgen. Damit die Wegfahrsperrenanpassung vollständig durchgeführt werden kann, müssen beide physischen Fahrzeugschlüssel vorhanden sein. Das liegt daran, dass das PATS-System ansonsten keine vollumfängliche Initialisierung zulässt. Dies führt dazu, dass das Fahrzeug nicht startet.
